Was beinhaltet eine Energieberatung für mein Gebäude?
arrow_back Zurück zu Energieberatunglightbulb Kurzantwort
Eine Energieberatung umfasst:
Bestandsaufnahme und Datenerfassung vor Ort
individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
Wirtschaftlichkeit und Fördermittel
Vertiefende Betrachtung für anspruchsvolle und gewerbliche Projekte
Überblick: Die vier Phasen der Energieberatung
Eine Energieberatung ist mehr als eine einmalige Begehung. Beim fup Institut gliedert sie sich in vier aufeinander aufbauende Phasen: Analyse und Bestandsaufnahme, Energiekonzept und individueller Sanierungsfahrplan, Fördermittelberatung, sowie bei anspruchsvolleren oder gewerblichen Projekten eine vertiefende ökologische Betrachtung.
Phase 1: Bestandsanalyse vor Ort
Am Anfang steht das genaue Verständnis des Ist-Zustands. Dazu gehören die thermische Untersuchung von Dach, Fassade, Fenstern und Kellerdecke zur Identifikation von Wärmebrücken, die Bewertung von Heizung, Lüftungskonzept und Warmwasser sowie vorhandener oder geplanter Photovoltaik und Wärmepumpen. Ergänzt wird das durch die Auswertung vorhandener Verbrauchsdaten.
Phase 2: Energiekonzept und individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
Auf Basis der Analyse entsteht der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP). Er zeigt die sinnvolle Reihenfolge der Sanierungsmaßnahmen, um Bauschäden und unnötige Doppelarbeiten zu vermeiden, vergleicht Einzelsanierung und Vollsanierung zum Effizienzhaus und ordnet Investitionskosten, Einsparungen und Amortisationszeiten ein. Am Ende steht ein schriftlicher Bericht, bei Bedarf ergänzt um einen Energieausweis.
Phase 3: Fördermittelberatung
Ein Teil der Energieberatung ist die Einordnung passender Förderprogramme von BAFA und KfW im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), einschließlich des für viele Maßnahmen relevanten iSFP-Bonus. Da sich Programme und Antragsprozesse regelmäßig ändern, wie zuletzt im Beitrag zum BEG-System 2026 beschrieben, ist eine laufend aktuelle Fördermittelberatung Teil des Angebots.
Phase 4: Vertiefende Betrachtung für anspruchsvolle und gewerbliche Projekte
Bei größeren oder gewerblichen Vorhaben kommen weitere Bausteine hinzu: die Auswahl ökologischer Baustoffe, eine Lebenszyklus- und Ökobilanzierung sowie, bei denkmalgeschützten Gebäuden, Konzepte, die energetische Maßnahmen mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz vereinbaren.
Für wen eignet sich die Energieberatung?
Zielgruppe | Nutzen |
|---|---|
Private Gebäudeeigentümer | Einschätzung von Einsparpotenzialen, Werterhalt der Immobilie, Zugang zu Fördermitteln |
Hausverwaltungen und WEGs | Sanierungskonzept als Entscheidungsgrundlage für Eigentümerversammlungen |
Gewerbe und Nichtwohngebäude | Energieaudit nach gesetzlichen Vorgaben, Einordnung betrieblicher Energiekosten |
Denkmalgeschützte Immobilien | Energetische Optimierung unter Wahrung des Denkmalschutzes |
Warum das fup Umweltinstitut Leipzig?
Ingenieurleistungen des Instituts und die Weiterbildungsarbeit der fup Akademie greifen ineinander: Die Akademie ist seit über 30 Jahren in der Aus- und Weiterbildung aktiv, davon über 15 Jahre mit Fokus auf die Energieberatungsausbildung, ein Erfahrungshintergrund, der auch in die Beratungspraxis des Instituts einfließt. Die Beratung erfolgt unabhängig von Herstellern, mit dem Ziel, die für das jeweilige Gebäude passende Lösung zu finden.
Häufige Fragen
Werden die Kosten für eine Energieberatung gefördert? Ein Teil der Kosten, etwa für die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans, kann über Förderprogramme von BAFA und KfW abgedeckt werden.
Muss ich nach der Beratung direkt sanieren? Nein. Der iSFP dient als Empfehlung für die kommenden Jahre. Eigentümer entscheiden selbst, ob, wann und in welchen Schritten Maßnahmen umgesetzt werden.
Sichern Sie sich eine fundierte Einschätzung Ihres Gebäudes samt Sanierungsfahrplan und passenden Fördermöglichkeiten.