dena-Regelheft und Energieeffizienz-Expertenliste
Wer als Energieberater Förderprogramme des Bundes begleiten möchte, kommt an der Energieeffizienz-Expertenliste und dem zugehörigen Regelheft der Deutschen Energie-Agentur (dena) nicht vorbei. Das Regelheft legt fest, welche Voraussetzungen Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten für die Eintragung erfüllen müssen, wie Qualifikationen nachgewiesen werden und welche Anforderungen für eine Verlängerung der Listung gelten. Für angehende Energieberater ist das Regelheft damit ebenso relevant wie für bereits gelistete Fachkräfte, die ihre Eintragung erhalten möchten.
Was regelt das dena-Regelheft?
Das dena-Regelheft bildet die Grundlage für die personenbezogene Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste. Es regelt unter anderem:
Voraussetzungen für die Ersteintragung
erforderliche Grund- und Zusatzqualifikationen
Anforderungen an Fortbildungen
Verlängerung bestehender Listungen
Praxisnachweise
Überprüfung von Listeneinträgen
Beitragspflichten und Umgang mit Regelverstößen
Das Regelheft wird regelmäßig angepasst. Für konkrete Listungsfragen ist deshalb immer die aktuell gültige Fassung maßgeblich.
Die Energieeffizienz-Expertenliste im Überblick
Die Energieeffizienz-Expertenliste ist ein bundesweites Verzeichnis qualifizierter Fachkräfte für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen und Sanieren. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) koordiniert die Liste und prüft die Qualifikationen der Energieeffizienz-Experten, auch bei der Verlängerung einer bestehenden Eintragung. Für Bauherren, Unternehmen und Kommunen entsteht dadurch eine verlässliche Möglichkeit, qualifizierte Ansprechpartner für die energetische Sanierung zu finden.
Voraussetzungen für Energieeffizienz-Experten
Welche Voraussetzungen im Einzelfall gelten, hängt von der beruflichen Vorqualifikation und der gewünschten Eintragungskategorie ab. Zwei Bereiche spielen dabei grundsätzlich eine Rolle:
Grundqualifikation. Dazu zählen etwa einschlägige Studienabschlüsse, Technikerabschlüsse oder Meisterqualifikationen aus bestimmten Gewerken.
Zusatzqualifikation. Zusätzlich zur beruflichen Grundqualifikation ist für viele Kategorien eine anerkannte Weiterbildung erforderlich. Umfang und Inhalte richten sich nach dem Tätigkeitsbereich, für den die Listung angestrebt wird.
Genau hier setzen die Basismodule und Vertiefungsmodule der fup Akademie an. Praxisnah und im kompakten Format aufgebaut, vermitteln sie, abhängig von der Vorqualifikation, die fachlichen Voraussetzungen für die gewünschte Listung, ohne wochenlange Bindung und ohne inhaltliche Abstriche.
Wichtig für die Einordnung: Der erfolgreiche Abschluss einer entsprechenden Weiterbildung bedeutet nicht automatisch die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste. Erworben wird zunächst die fachliche Voraussetzung, die eigentliche Listung erfolgt anschließend als separater Vorgang bei der dena. Mehr dazu auch in unserer FAQ Berechtigt mich das fup-Zertifikat automatisch zur Eintragung in die Expertenliste?
Rolle bei KfW-Programmen und der energetischen Sanierung
Bei verschiedenen KfW-Programmen übernehmen Energieeffizienz-Experten eine zentrale Rolle. Sie prüfen unter anderem, ob ein geplantes Vorhaben die technischen Anforderungen des jeweiligen Förderprogramms erfüllt. Bei einer energetischen Sanierung kann ein Energieeffizienz-Experte beispielsweise den energetischen Ist-Zustand bewerten, Sanierungsmaßnahmen planen, energetische Berechnungen durchführen, die Einhaltung technischer Mindestanforderungen prüfen und die notwendigen Bestätigungen für das Förderverfahren erstellen. Damit begleiten Energieeffizienz-Experten das Vorhaben von der Planung bis zum Abschluss.
Eine Sanierung besteht häufig aus mehreren aufeinander abgestimmten Maßnahmen, von der Gebäudehülle bis zur Anlagentechnik. Die Aufgabe des Energieberaters besteht dabei nicht nur darin, einzelne Maßnahmen zu empfehlen, sondern auch zu beurteilen, wie diese zusammenspielen und ob die Anforderungen des jeweiligen Förderprogramms erfüllt werden.
Bestätigung zum Antrag und Bestätigung nach Durchführung
Bei entsprechenden KfW-Programmen erstellt die Energieeffizienz-Expertin oder der Energieeffizienz-Experte vor der Antragstellung eine Bestätigung zum Antrag (BzA). Damit wird bestätigt, dass die energetischen Kennwerte plausibel sind und die technischen Mindestanforderungen des jeweiligen Förderprogramms eingehalten werden. Die BzA erhält eine eindeutige Identifikationsnummer, die für den weiteren Förderantrag benötigt wird.
Nach Abschluss der geförderten Maßnahmen folgt die Bestätigung nach Durchführung (BnD). Dabei bestätigt der Energieeffizienz-Experte, dass das Vorhaben entsprechend den Förderanforderungen umgesetzt wurde. Die BnD ist damit das Gegenstück zur BzA und wird für die weiteren Schritte zur Auszahlung beziehungsweise Gutschrift der KfW-Förderung benötigt.
Energieberatung für Wohngebäude
Ein zentraler Tätigkeitsbereich innerhalb der Energieeffizienz-Expertenliste ist die Energieberatung für Wohngebäude. Hier analysieren Energieberater den energetischen Zustand eines Gebäudes und entwickeln passende Sanierungsstrategien, dazu kann etwa die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) gehören.
Wer sich für diesen Bereich qualifizieren möchte, benötigt abhängig von der beruflichen Vorbildung die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsmodule. Antworten zum konkreten Qualifizierungsweg gibt auch unsere FAQ Wie werde ich Energieberater für Wohngebäude?
Verlängerung der Listung, Fortbildung und Praxisnachweis
Die Listung ist keine einmalige Qualifikation, die anschließend unbegrenzt bestehen bleibt. Die Eintragung wird regelmäßig verlängert, dafür müssen Energieeffizienz-Experten nachweisen, dass sie weiterhin die Qualitätsanforderungen der Expertenliste erfüllen. Details zu Fristen und Umfang beantwortet unsere FAQ Wie oft muss ich mich als Energieberater fortbilden, um gelistet zu bleiben?, welche Unterlagen dafür konkret einzureichen sind, klärt Welche Nachweise muss ich für die Listungsverlängerung einreichen?
Deshalb bietet die fup Akademie neben den Lehrgängen für angehende Energieberater auch anerkannte Tageskurse für bereits gelistete Energieeffizienz-Experten an, kompakt im Format und ohne inhaltliche Abstriche.
Qualifizierungswege bei der fup Akademie
Über 30 Jahre Akademieerfahrung und mehr als 15 Jahre in der Energieberatungsausbildung stehen für eine erprobte Kursstruktur mit aktuellen Inhalten und einem belastbaren Fachnetzwerk, davon profitieren Sie bei jedem Qualifizierungsschritt. Unsere Weiterbildungen richten sich sowohl an Fachkräfte, die den Einstieg in die Energieberatung planen, als auch an bereits gelistete Energieeffizienz-Experten, die zusätzliche Qualifikationen erwerben oder ihre Listung verlängern möchten. Dazu gehören unter anderem:
Zusatzqualifikationen [offener Punkt: keine eigene Kategorie-URL für Zusatzqualifikationskurse in der Link-Liste vorhanden, bitte URL ergänzen oder auf Einzelkurse (LCA/QNG, Energieaudit) verweisen]
So lässt sich die Weiterbildung passend zur vorhandenen Qualifikation und zum gewünschten Tätigkeitsbereich zusammenstellen.
Häufige Fragen zum dena-Regelheft
Wer führt die Energieeffizienz-Expertenliste? Die Energieeffizienz-Expertenliste wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) koordiniert. Die dena prüft unter anderem Qualifikationsnachweise und entwickelt die Liste gemeinsam mit den beteiligten Partnern weiter.
Regelt das dena-Regelheft auch die Listungsverlängerung? Ja. Das Regelheft enthält sowohl die Voraussetzungen für die erstmalige Eintragung als auch die Anforderungen für die Verlängerung eines bestehenden Eintrags.
Bin ich nach einem Lehrgang bei der fup Akademie automatisch bei der dena gelistet? Nein. Mit einem entsprechend anerkannten Lehrgang wird die fachliche Voraussetzung für die jeweilige Listung erworben. Die tatsächliche Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste erfolgt anschließend separat bei der dena.
Was ist der Unterschied zwischen BzA und BnD? Die Bestätigung zum Antrag (BzA) wird vor der Förderung erstellt und bestätigt die förderrelevanten technischen Angaben des geplanten Vorhabens. Die Bestätigung nach Durchführung (BnD) erfolgt nach Abschluss und bestätigt die ordnungsgemäße Umsetzung der geförderten Maßnahmen.
Brauche ich für KfW-Programme immer einen Energieeffizienz-Experten? Das hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab. Bei vielen Förderprogrammen für energieeffizientes Bauen und Sanieren ist die Einbindung eines gelisteten Energieeffizienz-Experten vorgeschrieben.
Welcher Lehrgang zu Ihrer Vorqualifikation und Ihrem Listungsziel passt, lässt sich am besten im persönlichen Gespräch klären.